Die wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen in der Bronzezeit

Die Oberflächenvorkommen des Kupfers waren erschöpft, der Bergabbau entstand. Der Bergabbau konnte nicht mehr wie bis anhin von ein paar Familien nebenher betrieben werden. Es entstanden neue Berufszweige, welche sich ausschliesslich mit dem Abbau, der Verhüttung und dem Handel befassten. Oft musste das Zinn aus weit abgelegenen Gebieten wie England hergebracht werden.
Um die Bergarbeiter zu ernähren mussten die Bauern mehr Erträge erzielen. Die Landwirtschaft wurde intensiviert, Pferde gewannen immer mehr an Bedeutung, es wurden neu Hafer und Roggen angebaut. Einzelne Familienbetriebe schlossen sich vermehrt zu Dorfgemeinschaften zusammen. Bei neuen Rodungen für den Ackerbau mussten die Besitzverhältnisse geklärt sein. Auch bei den Kupferminen entstanden Besitz- und damit verbunden Machtansprüche. Wo Besitzstreitigkeiten entstehen musste ein allgemein akzeptierter Richter her.
Es mussten Organe gebildet werden, welche die Handelswege sicherten, es musste eine allgemeingültige Tauschwährung her, welche auch in den Zinnminen in England akzeptiert wurde, die Verkehrsnetze wollten ausgebaut sein.

Die industrielle Bronzeverarbeitung, vom Abbau, der Verhüttung, des Giessens und des Handels veränderte das kulturelle Leben von Grund auf. Feststellen können wir dies heute an den Gräbern. Es gab nicht mehr die Einheitsgräber wie bis anhin, die Gräber begannen sich an Grösse und Reichtum der Grabbeigaben zu unterscheiden. Die Lokalfürsten wollten offensichtlich auch im Jenseits bessergestellt sein.