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| 1498 - 1502 | Zwingli studiert in Wien. |
| 1506 | er studiert in Basel und macht seinen Magister der freien Künste und den Abschluss als Pfarrer. |
| 1506 - 1516 | ist er Pfarrer in Glarus. |
| 1513 und 1515 | geht er mit in die Mailänderzüge und wirkt als Feldprediger.
Unter dem Eindruck der Mailänderzüge und dem Einfluss des in Basel lebenden Erasmus von Rotterdam wandelt er sich zum Pazifisten und Humanisten.
Seine Sprachkenntnisse erlauben es ihm das Neue Testament in seiner Urfassung dem Griechischen zu lesen und sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen. |
| 1516 - 1518 | als Leutepriester in Einsiedeln, bezieht er Stellung gegen das Reislaufen. |
| 1518 | Zwingli verzichtet als Pfarrer, demonstrativ auf das päpstliche Jahrgeld von 50 Gulden. |
| 11.12.1518 | Zwingli hat sich auf die Predigerstelle im Grossmünster in Zürich beworben und die Stelle erhalten. |
| 1.1.1519 | In seiner ersten Predigt am Grossmünster kündigt er an, dass er künftig das Matthäusevangelium im Zusammenhang auslegen wolle und nicht die vorgeschriebene alte Form einhalten werde. Zwingli bindet die aktuellen politischen Fragen in seine Predigten ein und stellt sich gegen das Sold- und Pensionswesen. |
| Herbst 1519 | erkrankt Zwingli an der Pest. Die gemachte Erfahrung zwischen Tod und Leben, bestärkt ihn seine eigenen Vorstellungen stärker zu verbreiten. "Christus, als Erlöser und Versöhnung weise den einzigen Weg zur Seligkeit und dies auch ohne Bestätigung durch die Kirche. Das Evangelium sei die Richtschnur und alle zusammen welche an Jesu glauben bilden die wahre Kirche". Damit stellte er sich klar gegen die katholische Hierarchie. |
| 23.5.1521 | Zwingli lehnt den Soldvertrag mit Frankreich vehement ab. Der Zürcher Rat teilt seine Ansicht. Der Ratsentscheid wird jedoch noch durch eine Volksbefragung bestätigt. Zürich unterzeichnet den Vertrag mit König Franz I nicht. |
| Frühjahr 1522 | Mit dem Buchdrucker Christoph Froschauer veranstaltet Zwingli an einem Fastentag ein öffentliches Wurstessen. Es kommt zu Unruhen und Zwingli empfiehlt dem Zürcher Rat einen allgemeinen Disput über die Fragen durchzuführen. |
| 29.1.1523 | Der Generalvikar des Bischofs von Konstanz verlangt die Bestrafung Zwinglis vom Rat. Bei der öffentlichen Diskussion, legt Zwingli seine 67 Lehrsätze vor und stellt diese zur Diskussion. Der Generalvikar kann keinem einzigen gebührend entgegentreten und beruft sich fortan nur noch auf die unantastbare Autorität der Kirche. Im abschliessenden Ratsentscheid heisst es dann: Zwingli soll mit seinen Lehren und Predigten fortfahren, bis er eines Besseren belehrt werde. Zürich war somit reformiert. |
| 1. - 3.10.1529 | Ein Disput mit dem Reformator Luther zeigt die Differenzen in der reformierten Religionslehre. Die Abendmahlsfrage wird unterschiedlich ausgelegt und Zwingli vertritt die Ansicht, dass die Kirche völlig unabhängig von staatlicher Gewalt sei. |
| 7.3.1526 | Zwingli setzt sich vehement gegen die Wiedertäufer in Zürich ein. Der Rat der Stadt verbietet die Wiedertäuferei und beginnt mit der Führung eines Taufbuches um festzustellen wer in welchem Alter getauft wurde. Die Wiedertäufer wollen durch eine zweite Taufe die wahrhaft Gläubigen näher zusammenbringen. |
| 11.10.1531 | In der Schlacht bei Kappel am Albis ging Zwingli mit einem Zug von 800 Zürchern in den Kampf. Zwingli wurde schwer verwundet und blieb zwischen den Toten auf dem Schlachtfeld liegen. Schliesslich wurde er von einem Unterwaldner erkannt und erschlagen. Die Nachricht vom Tod verbreitete sich rasch, es bildete sich ein Feindesauflauf bei der Leiche Zwinglis. Die Menschenmenge verspottete und verschmähte ihn. |