Karl der Kühne
 
Geschlecht: Herr Herzog Karl der Kühne
Name der Kühne
Vorname Karl
Titel Herzog
Geboren am 1433
Geboren in Dijon
Gestorben im 5.1.1477
Gestorben in Nancy
Beruf Herzog
Wohnort/e
 
 
Lebensweg           Persoenlichkeit
Als dritter Sohn des Herzogs Philipp dem Guten von Burgund wurde Karl der Kühne 1433 geboren. Seine beiden älteren Brüder waren schon früh verstorben, so dass er die ungeteilte Aufmerksamkeit seines Vaters genoss. Bereits im Kindesalter verlieh ihm der Vater den Grafentitel. Mit 2 Jahren wurde Karl zur Erziehung in die Niederlanden geschickt. In jungen Jahren spielte er sehr gerne Schach, ging gerne auf die Jagd oder übte sich in sportlichen Disziplinen und im Ringen. Mit 18 kämpfte Karl erstmals an einem Turnier und gewann dieses überragend. (Vielleicht traute sich auch niemand gegen ihn zu gewinnen?). Er war ein ausgezeichneter Gesellschafter und wusste die zahlreich um ihn versammelten Damen, mit selbst komponierten Liedern und Gedichten oder zahlreichen Erzählungen zu unterhalten.

In der Nähe von Lüttich (Belgien) in Dinant hatten einige Bürger Karl verspottet. Die Bürger haben eine Strohpuppe mit einer Glocke um den Hals an einem Burgunderkreuz aufgehängt und sich so über Karl lustig gemacht. Der eitle Karl ertrug den Spott und Hohn nicht, und zog sofort mit einem Heer gegen Dinant. Die Ratsherren gingen Karl entgegen um sich für den Frevel zu entschuldigen. Karl war weissglühend vor Zorn und liess die Stadt mit seinen Kanonen beschiessen. Peter Hagenbach brach sich mit einer Bombarde eine Bresche in das Stadttor von Dinant, die Soldaten strömten in die Stadt, plünderten die Häuser, vergingen sich an den Frauen und erschlugen sie und ihre Kinder. 800 Männer wurden gefangen genommen, paarweise aneinander gebunden und in der Maas ertränkt. Einige wurden einfach von den Stadtmauern herunter gestossen oder an Fenstern und Bäumen aufgehängt. In der Nacht wurde die Stadt angezündet und in Schutt und Asche gelegt.
Durch diese Tat soll Karl schliesslich den Zusatznamen "der Kühne" erhalten haben. Später hat er die Städte Lüttich und Nesle ebenfalls wegen Kleinigkeiten so zugerichtet.

Die andere Seite von Karl war, dass er alles Schöne liebte. Seine Zimmer im Hof waren mit Goldarbeiten ausgelegt und mit Seide tapeziert. Karl ging täglich in den Gottesdienst und liess gerne zum Frühstück sein Orchester aufspielen. Seinem Hofstaat erzählte er gerne Geschichten über die Ritterlichkeit und er beschenkte gerne die Armen. Nur Widerspruch konnte er nicht leiden und wenn wenige etwas gegen seine Interessen getan haben, musste meist das ganze Dorf hart dafür büssen.

1454 Heirat mit Isabella von Bourbon.
1466 erobert und zerstört Dinant in Belgien.

ersucht die Eidgenossen um ein Bündnis. Bern stemmt sich jedoch dagegen, weil es Verträge mit dem französischen König Ludwig XI hat. Zudem ist der Berner Schultheiss mit dem König befreundet.

1467 Sein Vater Herzog Philipp der Gute von Burgund stirbt. Karl der Kühne übernimmt die Nachfolge.
1468 erobert und zerstört Lüttich.
9.5.1469 erhält von Herzog Sigmund gegen 50'000 Gulden das Pfandrecht über die Grafschaft Pfirt, das Oberelsass, den Schwarzwald, die vier Waldstädte am Rhein und das Fricktal. Im Vertrag von St. Omer nimmt er Sigmund in ein Defensivbündnis auf, welches insbesondere Schutz gegen die Eidgenossen bietet. Karl beansprucht nun Gebiete in der Eidgenossenschaft bis hin zum Hauenstein, zwei Tage entfernt von Bern. In diesen Gebieten kann er die Steuern eintreiben.
1469 setzt Peter von Hagenbach als Vogt über die Pfandlande ein.
1470 empfängt Adrian von Bubenberg an seinem Hof und hört sich die Beschwerden über die Brutalitäten von Peter Hagenbach an. Karl der Kühne gibt zur Antwort, dass Hagenbach nicht den Nachbarn gefallen müsse, sondern ihm Karl.
1473 erneuert den Bund mit Jolanda von Savoyen welche für den 7-jährigen Philipp I regiert. Der Bund wird von den Eidgenossen zum Anlass genommen im April 1475 die savoyische Waadt zu überfallen und zu besetzen.
1472 richtet das Blutbad von Nesle an. Karl erobert 2072 Städte, Dörfer und Schlösser.
1474 erhält die Nachricht, dass sein Vogt Hagenbach am 9.5.1474 in Breisach von der aufgebrachten Bevölkerung hingerichtet wurde.
1474 erhält die Nachricht, dass die Eidgenossen am 17.9. ein Bündnis mit dem König Ludwig XI eingegangen sind, welches sich direkt gegen ihn richtet.
1474 erhält die Kriegserklärung vom 21.10.1474 der Eidgenossen.
1475 verliert zwischen dem 14.10. und 2.11.1475 weite Gebiete der Waadt an die Eidgenossen.
1476 erscheint mit seinem Heer am 19.2. vor Grandson. Am 28.2. ist die Belagerung der Burg erfolgreich. Die Burg wird von der Besatzung aufgegeben, Karl lässt die 412 Mann aufhängen oder ertränken.
2.3.1476 wird durch die Eidgenossen am Neuenburger See geschlagen. Die Eidgenossen machen reiche Beute.
April 1476 Karl der Kühne verheiratet seine Tochter Maria mit Maximilian. Die Heirat findet im Dom von Lausanne statt. Maximilian ist der Sohn des deutschen Kaiser Friedrich III.
9.6.1476 schlägt sein Heerlager vor Murten auf. Ab dem 11.6. lässt er Murten belagern und am 18.6. befiehlt er die Stadt zu stürmen. Die Besatzung in Murten kann Stand halten.
22.6.1476 wird von den eingetroffenen Eidgenossen vernichtend geschlagen. Er verliert rund 10'000 Mann und flüchtet selbst nach Genf.
6.10.1476 belagert Nancy. Der Herzog von Lothringen stellte sich gegen Karl.
5.1..1477 stirbt in der Schlacht bei Nancy.

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