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![]() | Herr | ||
| von Diesbach | ||
| Niklaus | ||
| Schultheiss | ||
| 1430 | ||
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| Juli 1475 | ||
| Pruntrut | ||
| Schultheiss zu Bern 1465 bis 1475 | ||
| Bern |
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| 1442 | Mit 12 Jahren Verlobung mit der Anna von Rüsseck aus dem aargauischen Freiherrengeschlecht. |
Diesbach war einer der jüngsten Schultheissen, die Bern je gehabt hat. Der Zauber der Jugend strahlte von ihm aus. Sein diplomatisches Geschick, seine weitherzige Art und sein klarer Verstand vermochten das gewöhnliche Volk ebenso zu fesseln wie den Berner Rat oder die Tagsatzung, wo er eine einnehmende Rolle spielte. Niklaus von Diesbach hatte viel Geld geerbt und sich in zweiter Ehe mit der adligen Familie Scharnachtal verschwägert. König Ludwig XI von Frankreich und Diesbach hatten dieselbe Wellenlänge. Diesbach war am Hofe Ludwigs ein gern gesehener Gast und konnte mit Ludwig unter vier Augen die politische Situation besprechen. Es wurde Diesbach im Berner Rat oder in der Tagsatzung viel geheimes Wissen zugesprochen, ob er es nun hatte oder nicht. So erhielt sein Wort immer viel Gewicht. Diesbach war ein ausgezeichneter Rhetoriker. Diesbach und Bubenberg waren die beiden Gegensätze in Bern. Diesbach hielt es mit den Franzosen, Bubenberg mit den Burgundern. Diesbach hatte ein strahlendes Wesen, Bubenberg die Strenge und den Stolz. Diesbach war voller Visionen, Bubenberg ein Realist. Diesbach wollte den Krieg gegen Karl den Kühnen, Bubenberg versuchte ihn zu verhindern. Beiden jedoch, Diesbach und Bubenberg war die politische Bühne in Bern zu klein und so suchten sie ihre "Grösse" nach Möglichkeit auf der europäischen Bühne zum strahlen zu bringen. Bei Diesbach und Bubenberg war jeweils fraglich, ob sie ihrem Ergeiz und ihrer persönlichen Überlegenheit mehr Aufmerksamkeit schenkten als dem Staatsgeschäft. | |
| 1444 | Mit 14 Jahren wird Niklaus von Diesbach nach Spanien in die Handelsniederlassung der Diesbach-Watt geschickt um sich als Kaufmann auszubilden. | ||
| 1452 | Mit 22 Jahren folgt er seinem Vater in den bernischen kleinen Rat und wird einer der jüngsten Ratsherren von Bern. | ||
| 1465 | Diesbach wird Schultheiss zu Bern. | ||
| 1467 | Diesbach fährt mit seinem Vetter Willhelm ins Heilige Land. Wer etwas auf sich hatte, unternahm diese Pilgerfahrt. Sie dehnten ihre Reise in den schwer zugänglichen Sinai aus und kehrten schliesslich als Ritter vom Sinai nach Hause zurück. Jeder der die Reise ins Heilige Land auf sich nahm wurde automatisch zum Ritter. | ||
| 5.9.1471 | Diesbach vermittelt erfolgreich in einem Streit um Ländereien mit dem König Ludwig XI und Yolanda von Savoyen Diesbach weilt für ein halbes Jahr am Hofe Ludwigs XI. | ||
| 1474 | Niklaus setzt sich für die Kriegserklärung gegen Karl der Kühne im Berner Rat ein. | ||
| Sept. 1474 | Bei der Heimkehr vom Französischen Hof, wird Diesbach in Genf vom Volk angehalten und übel beschimpft. Dies wird später zum Anlass genommen um gegen Herzogin Yolanda von Savoyen vorzugehen. | ||
| 21.9.1474 | Unter Federführung von Diesbach entsteht ein Bündnis- und Soldvertrag mit König Ludwig XI | ||
| 12.10.1474 | Herzog Sigmund wollte den Vertrag mit der ewigen Richtung nicht auf seine Nachkommen ausdehnen, so wie dies König Ludwig XI von ihm verlangte. Diesbach konnte Sigmund jedoch sehr wortgewandt dazu überreden. Schliesslich unterschrieb Herzog Sigmund von Habsburg den Vertrag zur Ewigen Richtung. | ||
| 26.10.1474 | Diesbach überzeugt die Tagsatzung vom Bündnisvertrag mit Frankreich | ||
| 29.10.1474 | Diesbach wird mit dem Vertrag an den Französischen Hof geschickt um ihn unterzeichnen zu lassen | ||
| 2.1.1475 | König Ludwig XI lässt im Hause Diesbach 20000 Livres verteilen, als besondere Spende an die Häupter der Stadt. | ||
| April 1475 | Diesbach eilt mit einem 3000 Mann starkem Heer den eingeschlossenen Bernern in Pruntrut zu Hilfe und nutzt die Gelegenheit um einen eigenmächtigen Feldzug in die Waadt zu unternehmen. | ||
| 22.4.1475 | Die Tagsatzung verurteilt das eigenmächtige Handeln von Diesbach scharf. Die Tagsatzung fürchtet in einem Expansionskrieg der Berner Unterstützung leisten zu müssen. | ||
| 10.7.1475 | Im Berner Rat setzt sich Diesbach durch und kann diesen dazu bewegen Adrian von Bubenberg aus dem Rat auszuschliessen. | ||
| Juli 1475 | Diesbach belagert Blamont. Er wird von der Pest infiziert, wird in einer Sänfte mit hohem Fieber nach Pruntrut zu einem Arzt gebracht, verstirbt dort jedoch. | ||
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