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Die Schweiz igelt sich ein!
Eine ganze Reihe Festungsbauwerke schützten die Schweiz vor Grenzübergriffen im zweiten Weltkrieg. Die Festung Vallorbe ist eine davon.
Die Bunkeranlage in der Übersicht.
Zwischen 1937 und 1939 wurde die Festung gebaut und schützte die Grenze mit den Feldhaubitzen 7.5 cm, den Flab-Kanonen 20 mm und diversen Maschinengewehren Richtung Frankreich zum Col de Jougne hin. Die 6 Blockhäuser und 3 Bunker sind unterirdisch mittels Treppen und Rutschbahnen verbunden.
Der Festungseingang, getarnt als Chalet.

Maschinengewehr-Stand
Die Besatzung von 5 Offizieren, 24 Unteroffizieren und 101 Soldaten konnten rund 2 Monate autark im Bunkersystem überleben. Versorgt wurden sie durch eine 150 000 literfassende Zisterne, gefilterter Atemluft, einer Küche mit Kantine, einem eigenen Operationsraum,
  sowie natürlich ausreichend Munition für die Geschütze, Kanonen, Maschinengewehre und Karabiner.
Zwei Dieselmotoren versorgten die Anlage mit elektrischer Energie. Die Mannschaftsunterkünfte mussten nicht geheizt werden, die Körpertemperatur der Soldaten sorgte für rund 20° Celsius Raumtemperatur mit eigener Duftnote. Die Mannschaftsunterkünfte wurden immer durch einen leichten Luftüberdruck von Rauch oder Abgasen geschützt.
Die Festung musste wegen zu geringer Panzerung ausgemustert werden. Moderne Waffen wie Cruise Missiles durchschlagen die Betonarmierungen.


 
 
nfahrt:Von Orbe über die Autobahn. Wenn Sie mit der SBB anreisen, gilt es einen längeren Fussmarsch zu absolvieren (ca. 1 Stunde).
intrittspreis:ist zu entrichten. Über den Tourismusverein Vallorbe kann ein Regionalpass bezogen werden. Dieser ist gültig für die Festung, die Grotte und das Museum.
ffnungszeiten:Auskunft erteilt der Tourismusverein Vallorbe
esuchsdauer:Ca. 1 bis 1½ Stunden.
ührungen:Die Festung wird in kleinen Gruppen geführt besucht. Beachten Sie die Führungszeiten.
Die Führungen werden in französisch und deutsch durchgeführt.
esichtigung:Als Einzelperson möglich.
Für gehbehinderte Mitmenschen nicht geeignet.
ehenswert in der Nähe:Grotten und Museum Vallorbe. Ebenso lohnt sich ein kleiner Abstecher zu den längsten Karrenspuren aus römischer Zeit in der Schweiz. Die Spuren befinden sich in der Nachbargemeinde Ballaigues.
Yverdon-les-Bains, Römische Mosaike in Orbe
emerkungen:Bei der Festung befinden sich nur wenige Parkplätze, rechtzeitiges Erscheinen lohnt sich. Gute Schuhe und warme Kleidung sind empfehlenswert. Am Eingang der Festung werden auch alte Swiss Army Ausrüstungsgegenstände zum Kauf angeboten.
 
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