sarraz
 


Erstaunlich, erstaunlich! Da waren sie und da blieben sie! 950 Jahre lang!

Die internationale Verbindungsstrasse Italien - Burgund führte zwischen einem Felsvorsprung des Burgberg und dem Mauremont-Berg hindurch. Baron Adalbert II von Grandson lies im Jahre 1049 auf dem Felsvorsprung, zur "Sicherung" der Strasse, die Burg erbauen. Die Herren von Grandson waren nicht besonders friedenslieb, so sagt man. Ob die Burg zur Sicherung des Landes, oder zur Erpressung von Zöllen, erstellt wurde, bleibe dahingestellt. Sicher ist hingegen, die Burg blieb bis 1948 in Familienbesitz. 3 mal wechselte der Familiennamen, weil eine einzige Tochter die Erbin war und der Name des Mannes angenommen wurde. So waren es von 1050 bis ins 13. Jh. die Grandsons, vom 13. Jh. bis anfangs 16. Jh. die Montferrand-La Sarra, vom 16. Jh. bis 1902 die Fam. de Gingins-La Sarra und von 1902 bis 1948 Henrie de Mandrot. Henrie de Mandrot verfügte in seinem Testament, dass das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Das Schloss wurde verschiedene Male geplündert und auch zweimal abgebrannt. Das letzte Mal 1536 durch General Nägeli. Die Ausstellungsstücke im Museum stammen alle aus Familienbesitz und datieren zuweilen ins 15. Jahrhundert. Über 150 Porträts, Porzellangedecke aus verschiedenen Epochen, Möbel, Teppiche...

In einem Nebengebäude des Schlosses wurde das einzige Pferdemuseum der Schweiz eingerichtet. Es werden die verschiedenen Berufe für und ums Pferd aufgezeigt. Das Pferd in der Evolution, in der Armee oder in der Stadt sind ebenfalls beleuchtete Themen. Video und Multimediaelemente ergänzen die Ausstellung.
 
In der Nähe des Schlosses, ca. 2 km Richtung Yverdon-les-Bains, befindet sich die Wasserscheide des westschweizer Mittellandes.
Schade! Es gibt keine Hinweisschilder an der Strasse. Sie finden die Wasserscheide gleich vor einem grossen Gebäude, welches mit Moulin... angeschrieben ist. In der Tat ist es ein kleiner Mühlweiher welcher zwei Wasserschieber hat.
Jener, auf dem nebenstehenden Foto, am rechten oberen Bildrand führt ins Mittelmeer, der andere am linken Bildrand führt in die Nordsee!
Na ja, zum Ansehen ist es kein Spektakel. Aber die Vorstellung, wenn ich den hinteren Schieber schliesse trocknet das Mittelmeer aus, wenn ich den linken Schieber nehme kann ich zu Fuss nach England, diese Vorstellung ist stark!!
 
 
nfahrt:Von Yverdon-les- Bains über die Autobahn Richtung Lausanne, Ausfahrt La Sarraz oder über die Hauptstrassen mit einer Karte in der Hand.
intrittspreis:Für das Schloss- und Pferdemuseum ist ein kleiner Betrag zu entrichten, die Wasserscheide ist frei zugänglich.
ffnungszeiten:Die Öffnungszeiten für das Museum können im Museum erfragt werden.
esuchsdauer:Ca. 2 bis 2½ Stunden
ührungen:In Gruppen
esichtigung:Das Schloss kann nur durch eine Führung (im Eintrittspreis enthalten) besucht werden. Die Besichtigung ist nicht Rollstuhl gängig.
ehenswert in der Nähe:Wasserscheide, Orbe und die römischen Mosaike, die Abtei von Romainmôtier, Yverdon-les-Bains
emerkungen:Parkplätze müssen im Städtchen gesucht werden. Ein deutschsprachiger Besichtigungsführer ist im Museums-Shop erhältlich.
 
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