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Der Oltener Besiedlungsbeginn wird heute ins Jahr 5000 vor Chr. datiert. Feuersteinwerkzeuge wurden in der Region nicht nur genutzt sondern auch in nahegelegenen Höhlen abgebaut. Die Stosszähne eines gejagten Mammuts wurden beim Bau des Bahnhofes gefunden und sind heute im naturhistorischen Museum ausgestellt. Die Kelten nannten den Ort 1000 vor Chr. vermutlich Olladunum (befestigter Platz des Olla). Die Römer bauten zum Schutz der Brücke um das Jahr 375 ein Castel mit rund 3m dicken Mauern. Die Überreste davon sind heute noch in den Kellern einiger Häuser sichtbar. 1201 wird Olten als Oltun erstmals in einer Urkunde des Bischofs Diethelm von Konstanz erwähnt. Vermutlich wurde das Städtchen Olten von den Frohburgern gegründet, jedenfalls wird es 1265 vom Basler Erzbischof Heinrich inklusive Burg belehnt. 1386 stehen die Oltener in der Schlacht bei Sempach auf der Seite der Habsburger und erhalten für ihre Treue 1395 von Herzog Leopold von Habsburg das Recht einen Wochenmarkt durchzuführen. Die beiden Stadtbrände 1411 und 1422 bringen Olten unter die Pfandherrschaft von Solothurn. Eine gute Gelegenheit um die Aufmüpfigkeit der Oltener zu bändigen und ihnen nach und nach verschiedene Stadtrechte zu entziehen. 1442 wird ihnen die Gerichtsbarkeit und 1453 das Schultheissenwahlrecht entzogen. Diese Demütigungen vermögen die Oltener nicht einfach wegzustecken und werden immer aufsässiger. 1583 drohen ihnen die Solothurner sogar "ein Loch durch ihre Fryheit zu stechen" wenn sie nicht Ruhe geben. 1653 unterstützen die Oltener den Bauernaufstand. Der Aufstand wird niedergeschlagen und Olten das Stadtrecht entzogen. Nun ganz in der Abhängigkeit von Solothurn entwickelt sich der Freiheitsgeist eher im wirtschaftlichen und kulturellen Bereich. Die Oltener sehen der französischen Revolution gerne entgegen und können schliesslich auch als erste Gemeinde des Kantons ein eigenes Organisationsstatut vorlegen. Ein Teil ihrer Freiheit haben sie endlich wieder zurück erhalten. Um 1850 wurde Olten zu einem Eisenbahnknotenpunkt.
An einem Sonntagvormittag schlenderten wir über die Holzbrücke ins Städtchen. Es lag ruhig, verschlafen und fast menschenleer da. Wer hätte gedacht, dass Olten heute rund 17'200 Einwohner zählt?
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esuchsdauer: | 2 Stunden | |
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esichtigung: | ||
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ehenswert in der Nähe: | Naturmuseum Olten, Kloster St. Urban, Aarau, Zofingen | |
emerkungen: | ||
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