musika
 



Die ersten Siegellack-Dosen mit Glockenspiel tauchen 1780 in Genf auf. Nach und nach entstehen immer kompliziertere Mechanismen um Figuren in Bewegung zu setzen und Töne automatisch zu erzeugen. Schweizer Uhrmacher entwickeln im Genfer- und Neuenburgerjura immer ausgereiftere Musikdosen und so nimmt die Schweiz eine führende Stellung in der Musikautomatenbranche ein. Ab 1811 löste sich die Musikautomatenherstellung aus der Uhrenbranche heraus und ist schliesslich so erfolgreich, dass sie zum grössten industriellen Arbeitgeber der Schweiz wird. Die Produktion wird bis 1820 vorzugsweise in Heimarbeit geleistet, danach entstehen Fabriken. Ein wichtiges Zentrum entsteht im französischen St. Croix.
Die Technik entwickelte sich von den Glockenspielen über die Metallkämme zu ganzen Musikinstrumenten-Ensembles. Einfachere Musikautomaten werden über eine kleine Walze mit Noppen und einem Metallkamm zum Klingen gebracht. Andere verwenden eine Metallscheibe mit Löchern (Schallplatte), Klaviere werden gerne mittels Papierlochstreifen gesteuert.
Das zweitunterste Bild zeigt eine Metallschallplatte.

Das oberste Bild auf dieser Seite zeigt das grösste fahrbare Musikinstrument der Welt. Es ist 10 Meter lang und hat unter anderem 15 automatische Register und 650 Pfeifen. Alle 30 Minuten findet eine Vorführung statt. Es ist gewaltig!

Das Musikautomatenmuseum in Seewen (SO) gehört zur Gruppe des Schweizer Landesmuseums. Das Museum besteht aus einem frei zugänglichen Teil und einer Demonstrationsführung. Die Führung beinhaltet das Abspielen verschiedenster Musikautomaten aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie eine Vorführung verschiedener Figurenautomaten. Im frei zugänglichen Teil kann sich der Besucher aus einer ganzen Reihe von CDs die unterschiedlichsten Musikstücke vorspielen lassen. Zwei Videodemonstrationen von besonders schönen Ausstellungsstücken runden das Angebot ab.

Ein Genuss für Ohren und Augen.

Im Museumsshop sind kleinere und teurere Musikdosen erhältlich, in der Cafeteria lässt sich beim Blick in das Juratal der Durst stillen.
Stand: 2000

 
 
nfahrt:Alle Einwohner aus Seewen werden sagen ganz einfach, ich finde jeden Tag dahin. Für alle anderen gilt, nehmen Sie bitte eine Strassenkarte zur Hand.
Von Basel nach Liestal, danach die Nebenstrasse nach Büren - Seewen. In Seewen finden sich Wegweiser den Hang hinauf, durch das Wohnquartier zum Museum.
intrittspreis:Für das Museum ist ein kleiner Betrag zu entrichten.
ffnungszeiten:Die Öffnungszeiten für das Museum können auch beim Tourismus Basel erfragt werden.
esuchsdauer:Ca. 1 bis 1½ Stunden, je nachdem ob eine Führung gerade beginnt oder ob sie 5 Minuten zu spät gekommen sind.
ührungen:Der kleinere Teil ist frei zugänglich, der musikalische Teil ist nur mittels Führung möglich .
esichtigung:Als Einzelperson möglich. Für Gehbehinderte gut zugänglich.
ehenswert in der Nähe:Papiermühle Basel Basel Römerstadt Augusta Raurica in Kaiseraugst
emerkungen:Parkplätze sind vor dem Museum vorhanden. In der Cafeteria des Museums geniesst man auch den Blick ins Juratal.

Stand: 2000, änderungen vorbehalten

 
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